Grundprinzip und  Funktionsweise der LCD + Plasma TV  Geräte

1 .LCD - TV

Grundprinzip der LCD-Technik

Eine Lampe im Hintergrund des LCD-Displays dient als Lichtquelle. Hierfür werden heute i.d.R. Neonröhren eingesetzt. Das Licht erreicht zuerst einen sog.  Polarisationsfilter, welcher das, Licht nur in einer Richtung entlässt.  Hierbei handelt es sich (vereinfacht ausgedrückt) um eine schwarze Kunststoff - Folie mit schmalen lichtdurchlässigen Linien. Da das Licht durch die schwarze Folie absorbiert wird, kann es den Filter ausschließlich in Richtung der lichtdurchlässigen Linien verlassen Anschließend erreicht das Licht die Flüssigkeitskristalle. Werden diese durch einen elektrischen Impuls angesteuert, so drehen sie das Licht, je nach Stärke des Impulses, um bis zu 90 Grad. Schließlich erreicht das Licht einen zweiten Polarisationsfilter. Die lichtdurchlässigen Linien dieses zweiten Filters sind im Vergleich zum ersten Polarisationsfilter um 90 Grad gedreht. Das Licht, das den zweiten Polarisationsfilter verlässt, ist das für den Zuschauer sichtbare Bild. Da die lichtdurchlässigen Linien des zweiten Polarisationsfilters im Vergleich zum ersten Filter um 90' gedreht sind, bliebe der Bildschirm schwarz, wenn das Licht nicht durch die Flüssigkeitskristalle gedreht würde. Durch den Grad der Drehung (0 Grad-90 Grad) werden Helligkeit und Kontrast des Bildes gesteuert

Die Farbwiedergabe beim LCD – TV

Die Farbwiedergabe wird beim LCD - TV durch rote, grüne und blaue Farbfilter ermöglicht, die zwischen den Polarisationsfiltern angeordnet sind.  Jeder Bildpunkt setzt sich dabei aus jeweils einem parallel zu den beiden anderen Grundfarben angeordneten roten, grünen und blauen Farbfilter zusammen.

Die Ansteuerung der Flüssigkeitskristalle

Häufig wird die Frage gestellt, worin sich TFT- von LCD - Geräten unterscheiden. Die Antwort Fällt leicht, da mit beiden Begriffen die gleichen Geräte bezeichnet werden. Während der Begriff LCD beschreibt, dass es sich um ein Flüssigkeitskristall-Display handelt, beschreibt der Begriff TFT (Thin-Film-Transistor), woher die Flüssigkeitskristalle die elektrischen Impulse bekommen, die sie benötigen, um sich auszurichten und dadurch das Licht zu drehen. Jede einzelne Zeile wird über einen TFT angesteuert, der auch gleichzeitig das Signal innerhalb einer Zeile speichert. Dieser Speichereffekt führt zu großem Kontrast und schneller Ansprechzeit für jede einzelne Zeile und sehr guter Farbwiedergabe.

 

 

LCD - TV  +  TFT - PC – Display

Eine weitere häufig  gestellte Frage besteht darin, worin die Unterschiede zwischen einem LCD - TV und einem LCD - PC - Monitor bestehen und wie sich die teils großen Preisunterschiede erklären.

Die  Antworten sind:

  • Schnelleres Ansprechen der Flüssigkeitskristalle bei LCD - TV.

  • Größerer Betrachtungswinkel bei LCD - TV ohne dass das Bild verfärbt.

  • Diese Begründung ist jedoch in den meisten Fällen falsch, da LCD - TV und TFT - PC - Monitore häufig identische Panels besitzen

Der wichtigste Unterschied besteht vielmehr darin, dass LCD - TV ein sog.  PAL - Processing benötigen und PC - Monitore nicht.  In Deutschland werden Fernsehsehbilder (Tuner, DVD etc.) in der so, PAL - Norm wiedergegeben.  LCD - TV haben in der Regel eine völlig andere Auflösung als die von der PAL - Norm vorgegebenen 576 x 720 Bildpunkte. Ein LCD - TV benötigt folglich einen Rechner der die PAL Auflösung auf die Auflösung des Panels umrechnet (Scaler).

Ein PC - Monitor benötigt weder Scaler noch De-Interlacer, da ein PC Bilder grundsätzlich im Progressive Scan Modus darstellt und dem Monitor auch immer die passende Auflösung zuspielt. Ein PC - Monitor kann als Stand- Aloen-Gerät nur dann TV -Bilder darstellen, wenn er über einen Scaler und einen De - Interlacer verfügt.  Die meisten PC-Monitore sind nicht damit ausgestattet. Einige wenige Geräte sind modular aufrüstbar oder serienmäßig mit PAL-Processing ausgerüstet.  Diese Geräte sind dann aber auch preislich auf dem Niveau der lCD - TV - Geräte.

Welche Vorteile bringt LCD

  • Lange Lebensdauer (derzeit etwa 60.000 Stunden)

  • Geringes Gewicht. (wesentlich leichter als Plasma)

  • Geringer Stromverbrauch.

  • Kein Einbrennen von Bildern wie bei CRT oder Plasma.

  • Problemlos als Multimedia - Monitor einsetzbar.

  • Platzsparende Unterbringung. LCD

  • Geräte sondern keine Strahlung ab.  

  • Hohe Mobilität (dies wird mit zunehmenden Marktanteilen von DVB-T immer wichtiger)

 

2.Plasma - TV

Die Funktionsweise

Äußerlich sind sich LCD-und Plasma -TV sehr ähnlich.  Außerdem wird das Bild bei beiden Technologien durch das Ansteuern einzelner Bildpunkte erzeugt.  Weitere Gemeinsamkeiten bestehen jedoch nicht. Ein Plasma - Display besteht aus einer Vielzahl von vertikal ausgerichteten Zellbahnen.  Jede Zellbahn ist mit Phosphor beschichtet.  Des Weiteren ist jede Zellbahn mit einem Neon/Xenon Gasgemisch gefällt, das auf elektrische Impulse reagiert (Plasma) Zur Bilderzeugung werden über die Elektroden (transparent) elektrische Impulse an das Gasgemisch abgegeben, wodurch eine chemische Reaktion stattfindet bei dein UV Licht entsteht, das die Phosphorbeschichtung der Plasma Bahnen zum Leuchten bringt. Dieser Prozess wiederholt sich einige hundert Mal in jeder Sekunde (Zündfrequenz).  Durch die hohe Zündfrequenz gibt es auch beim Plasma - TV kein Großflächen flimmern. Die Zündfrequenz ist nicht bei allen Plasma - TV gleich.  Wobei eine hohe Zündfrequenz zu einem hellen Bild führt aber den Nachteil hat, dass sich die Lebensdauer des Panels entsprechend verkürzt.

 

Signalverarbeitung und Signalkorrektur bei Plasma - TV

Genau wie bei einem LCD - TV entspricht die Anzahl der Bildpunkte bei einem Plasma - TV nicht der PAL - Auflösung (576 x 720). Ein Plasma - TV benötigt dementsprechend einen sog.  Scaler, der die Auflösung des PAL - Signals in die Auflösung des Plasma - Panels umrechnet. Darüber hinaus stellen fast alle Plasma - Panels das Bild als Vollbild dar .  Der Vorteil, dass kein De - Interlacing nötig ist wird durch den Nachteil erkauft, dass starkes Zeilenflimmern sichtbar wird.  Plasma - Panels benötigen dementsprechend einen Rechner, der jedem im Signal vorhandenen Halbbild das fehlende Halbbild zurechnet (De - Interlacer). Die Qualität des Scalers bzw. des De - Interlacers ist maßgeblich für die Bildqualität des Plasma - TV verantwortlich. Neben dem oben beschriebenen PAL - Processing benötigen Plastria - TV umfangreiche Signalkorrekturen, die prinzipbedingte Schwächen der Plasma -Technologie ausgleichen.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um folgende Schwächen

  • Cross-Colour-Effekte (Farbiges Flirren an Motivkanten)
  • False - Contour - Effekte (Farbige Kanten, die bei Bewegungen (eines Motivs an den Motivkanten auftreten)
  • Feine hell - dunkel - Übergänge werden stufig und nicht kontinuierlich dargestellt.
  • Braunstich (Da die grüne Phosphorschicht langsamer reagiert all die rote und die blaue überlagert grün stets die anderen Grundfarben.  Dadurch bekommt das Bild einen Braunstich)
  • Solarisationsrauschen (farbiges Rauschen in dunklen Flächen)
  • Einbrennrisiko bei Standbildern 
  • Hoher Stromverbrauch

Da die Plasma - Technologie zum jetzigen Zeitpunkt sehr ausgereift ist, verfügen die besten Plasma - TV über Signalkorrekturschaltungen, die oben beschriebenen Fehler auf ein nicht mehr wahrnehmbares Maß reduzieren.  Neben den physikalischen Eigenschaften des Plasma - Penels und der Qualität des Pal -Processing ist die Signalaufbereitung eines Plasma - TV maßgeblich für dessen Bildqualität verantwortlich.

Welche Rolle spielt die Anzahl der Bildpunkte bei einem Plasma - TV ?

Der Kunden  geht davon aus, dass die Bildqualität der Plasma - TV mit der Zahl der Bildpunkte steigt. Diese Annahme ist falsch, solange dem Plasma - TV PAL - Signale zugespielt werden.  In diesem Fall entspricht die Auflösung des wiedergegebenen Bildes immer der PAL Auflösung (576 x 720).  Eine höhere Anzahl von Bildpunkten führt lediglich dazu, dass die durch die PAL - Auflösung bestimmten Detailinformationen auf eine höhere Zahl von Bildpunkten verteilt werden.  Mehr Detailinformationen gibt das Bild dadurch jedoch nicht her. Eine höhere Anzahl von Bildpunkten ist bei einem Plasma - TV nur dann von Vorteil, wenn das Gerät gleichzeitig als PC - Monitor eingesetzt werden soll oder wenn HDTV - Bilder aufgespielt werden.  Als PC - Monitor ist ein Plasma - TV wegen des Einbrennrisikos jedoch nicht so gut geeignet wie beispielsweise ein LCD - TV. HDTV

 

Eingebauter Tuner vs. externe Tunerbox

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine externe Tunerbox immer dann von Vorteil ist, wenn das Gerät an der Wand montiert werden soll und gleichzeitig viele Zuspielgeräte mit dem Plasma - TV verbunden werden sollen.  Können die Quellengeräte an einer externen Tunerbox angeschlossen werden, so hat dies den Vorteil , 'dass nicht so viele Kabel die Wand hoch laufen. In den allermeisten Fällen ist jedoch ein eingebauter Tuner von Vorteil für den Kunden. da die überwiegende Zahl der Plasma-TV nicht mehr an der Wand montiert werden und der Großteil der Plasma Kunden kaum Quellengeräte benutzt.

 

Was ist von billigen Plasma - TV im Bereich unter 500 Euro zu halten?

Plasma - TV im Bereich um 500,- Euro werden heute gelegentlich angeboten. Die Geräte sind in der Regel mit Fujitsu - Panels älterer Bauart ausgerüstet. Prinzipbedingte Schwächen sind durch unzureichende Signalaufbereitung nicht wirksam beseitigt. Das PAL- Processing ist nicht in der Lage das PAL - Signal störungsfrei auf die Auflösung des Panels umzurechnen. Im Normalfall erkennt man die oben beschriebenen Panels schon von weitem, da das Bild braun eingefärbt scheint. Dies ist auf die verzögerte Reaktionszeit der grünen Phosphorzellen im Vergleich zu den roten und blauen Zellen zurück zu führen. Im Normalfall wird diese verzögerte Reaktion des grünen Phosphors durch die Signalaufbereitung korrigiert. Bei näherer Betrachtung fällt auf , dass die Bewegungsdarstellung unzureichend ist. Exzessives Bildruckeln und starke Nachzieheffekte verderben jeden Fernsehgenuss.

 

www.Hanses-tv.de

www.Hanses.Info

www.Oeventrop.Info